Was ist der Unterschied zwischen Bruttorendite und Eigenkapitalrendite?
Die Bruttorendite setzt die Jahresmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis (ohne Kosten, ohne Finanzierung). Die Eigenkapitalrendite bezieht dein tatsächlich eingesetztes Geld (Eigenkapital + Nebenkosten) und den Hebel durch Fremdkapital ein — sie zeigt, was dein eigenes Geld wirklich erwirtschaftet, und liegt bei guter Finanzierung oft deutlich über der Bruttorendite.
Was bedeutet AfA bei einer Kapitalanlage-Immobilie?
AfA (Absetzung für Abnutzung) ist die steuerliche Abschreibung des Gebäudewerts. Bei Bestandsimmobilien (Baujahr vor 1925) gilt regulär 2,5 %, sonst 2 % pro Jahr über 40-50 Jahre; bei Neubauten mit Fertigstellung ab 2023 können es 3 % p. a. sein, bei Denkmalschutz-Objekten bis zu 9 % in den ersten 8 Jahren. Die AfA mindert dein zu versteuerndes Einkommen aus Vermietung.
Wann fällt die Spekulationssteuer beim Immobilienverkauf an?
Wenn du eine vermietete Immobilie innerhalb von 10 Jahren nach dem Kauf wieder verkaufst, ist der Gewinn steuerpflichtig (Spekulationssteuer, §23 EStG). Nach Ablauf der 10-Jahres-Frist ist der Verkaufsgewinn steuerfrei — das ist einer der Gründe, warum Kapitalanlage-Immobilien als langfristige Anlage konzipiert werden.
Was ist eine Sondertilgung und lohnt sie sich?
Eine Sondertilgung ist eine zusätzliche, außerplanmäßige Rückzahlung des Darlehens neben der normalen Annuität, meist bis 5 % der Darlehenssumme pro Jahr kostenfrei möglich. Bei Kapitalanlage-Immobilien ist sie nicht immer sinnvoll: Wer stattdessen die Steuervorteile maximal ausschöpfen und Liquidität für weitere Investments halten will, tilgt oft bewusst langsamer.
Was bedeutet Zinsbindung und wie lange sollte sie sein?
Die Zinsbindung legt fest, wie lange dein Sollzins fixiert ist — üblich sind 10, 15 oder 20 Jahre. Bei aktuell moderaten Zinsniveaus sichern sich viele Kapitalanleger 15 Jahre, um Planungssicherheit über die halbe Tilgungslaufzeit zu haben.
Was ist der Cashflow bei einer vermieteten Immobilie?
Der Cashflow ist das, was nach Abzug aller laufenden Kosten (Zins, Tilgung, Hausgeld, Instandhaltungsrücklage) und vor bzw. nach Steuereffekt monatlich übrig bleibt. Ein positiver Cashflow bedeutet, die Immobilie trägt sich selbst oder wirft sogar Überschuss ab — negativer Cashflow heißt, du legst monatlich drauf (was bei guter Steuerwirkung trotzdem sinnvoll sein kann).
Brauche ich eine Mietausfallversicherung für meine Kapitalanlage?
Eine Mietausfallversicherung kostet meist 3-5 % der Jahresmiete und greift, wenn Mieter zahlungsunfähig werden oder eine Räumung nötig ist. Bei solider Mieterauswahl und guter Lage (z. B. Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg mit stabiler Nachfrage) ist sie oft verzichtbar — bei Erstinvestoren mit wenig Liquiditätspuffer kann sie sinnvoll sein.
Was ist ein Forward-Darlehen?
Ein Forward-Darlehen sichert dir heute schon den Zinssatz für eine Anschlussfinanzierung, die erst in 1 bis 3 (teils bis 5) Jahren beginnt. Dafür zahlst du meist einen kleinen Zinsaufschlag pro Monat Vorlaufzeit — sinnvoll, wenn du bei aktuell attraktiven Zinsen Planungssicherheit für eine auslaufende Zinsbindung willst.
Was ist der Unterschied zwischen Tilgung und Annuität?
Die Annuität ist die konstante monatliche Gesamtrate aus Zins- und Tilgungsanteil. Die Tilgung ist nur der Anteil davon, der die Restschuld reduziert — anfangs klein, wächst aber über die Laufzeit, während der Zinsanteil sinkt (klassischer Annuitätendarlehen-Verlauf).
Wo finde ich alle Begriffe im Detail erklärt?
Jeder Kernbegriff hat eine eigene ausführliche Seite mit Rechenbeispielen (AfA, Eigenkapitalrendite, Zinsbindung, Cashflow, Spekulationssteuer) — verlinkt direkt aus dem A-Z-Register auf dieser Seite. Bei Fragen zu deiner konkreten Situation hilft ein kostenfreies Erstgespräch weiter.