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Immobilien-Glossar

AfA. Tilgung. Cashflow. Sondertilgung.

Verstehst du eigentlich, was dein Berater dir gerade erklärt? Kapitalanlage-Entscheidungen werden oft in Begriffen getroffen, die keiner wirklich erklärt. Das ändern wir hier — verständlich, mit echten Zahlen, ohne Fachchinesisch.

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Auf einen Blick

Die 6 Begriffe, die jede Kapitalanlage-Entscheidung beeinflussen — in 90 Sekunden verständlich.

  • AfA: steuerliche Abschreibung, i. d. R. 2 %/Jahr bei Bestandsbauten, bis 3-9 %/Jahr bei Neubau oder Denkmalschutz.
  • Eigenkapitalrendite: was dein eingesetztes Geld wirklich bringt — oft wichtiger als die Bruttorendite.
  • Zinsbindung: 5 bis 20 Jahre Zinssicherheit, üblich sind 10, 15 oder 20 Jahre.
  • Cashflow: was nach allen Kosten monatlich übrig bleibt, vor oder nach Steuereffekt.
  • Spekulationssteuer: fällt beim Verkauf vor Ablauf von 10 Jahren Haltedauer an.
  • Sondertilgung: außerplanmäßige Tilgung neben der Annuität, verkürzt die Laufzeit.
Der Glossar-Finder

Tipp einen Begriff ein — wir finden ihn.

Suche nach Namen oder Stichwort, filtere nach Thema. Begriffe mit eigener Seite bekommen ein ausführliches Rechenbeispiel, alle anderen beantworten wir direkt im A-Z-Register weiter unten.

AfA / Abschreibung

Steuern

Absetzung für Abnutzung — wie du Immobilien-Kosten steuerlich geltend machst.

Ausführlich erklärt

Eigenkapitalrendite

Rendite

Die wichtigste Kennzahl: Was bringt dein eingesetztes Geld wirklich?

Ausführlich erklärt

Zinsbindung

Finanzierung

Wie lang ist dein Zinssatz garantiert? 5, 10, 15 oder 20 Jahre — was lohnt sich?

Ausführlich erklärt

Cashflow

Rendite

Was bleibt monatlich übrig — vor und nach Steuern. Die ehrliche Rechnung.

Ausführlich erklärt

Spekulationssteuer

Steuern

Steuer beim Immobilienverkauf vor 10 Jahren. Wann sie anfällt, wann nicht.

Ausführlich erklärt

Mietausfallversicherung

Risiko

Schutz vor zahlungsunfähigen Mietern — wann sich die 3-5 % lohnen.

Ausführlich erklärt

Sondertilgung

Finanzierung

Zusätzliche Tilgung neben der Annuität — wann nutzen, wann nicht.

Ausführlich erklärt

Forward-Darlehen

Finanzierung

Zinssatz heute sichern für Anschlussfinanzierung in 1-3 Jahren.

Ausführlich erklärt

Annuität

Finanzierung

Die konstante monatliche Gesamtrate aus Zins- und Tilgungsanteil.

Im A-Z-Register

Bruttorendite

Rendite

Jahresmiete geteilt durch Kaufpreis — der grobe Schnellvergleich.

Im A-Z-Register

Nettomietrendite

Rendite

Realistischer als Brutto: Kosten und Kaufnebenkosten fließen mit ein.

Im A-Z-Register

Grunderwerbsteuer

Steuern

Einmalige Steuer beim Kauf, in Baden-Württemberg aktuell 5 %.

Im A-Z-Register

Instandhaltungsrücklage

Risiko

Gemeinschaftliche Rücklage der WEG für größere Reparaturen.

Im A-Z-Register

Maklerprovision

Recht

Vergütung für Vermittlung — beim Kauf meist hälftig geteilt.

Im A-Z-Register

Nießbrauch

Recht

Nutzungsrecht ohne Eigentum — oft bei vorweggenommener Erbfolge.

Im A-Z-Register

Objektgesellschaft

Recht

Eigene Rechtsform, die eine oder mehrere Immobilien hält.

Im A-Z-Register

Rendite-Kennzahl (allgemein)

Rendite

Oberbegriff für alle Ertragskennzahlen einer Immobilie.

Im A-Z-Register

Restschuld

Finanzierung

Der noch offene Darlehensbetrag nach bisheriger Tilgung.

Im A-Z-Register

Tilgungsplan

Finanzierung

Übersicht über Zins-, Tilgungsanteil und Restschuld pro Jahr.

Im A-Z-Register

Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG)

Recht

Die Gemeinschaft aller Eigentümer einer Wohnanlage.

Im A-Z-Register

Effektivzins

Finanzierung

Der tatsächliche Jahreszins inklusive aller Nebenkosten.

Im A-Z-Register

Nominalzins

Finanzierung

Der reine Grundzinssatz ohne Nebenkosten.

Im A-Z-Register

Beleihungswert

Finanzierung

Der von der Bank vorsichtig angesetzte Immobilienwert.

Im A-Z-Register
Häufig unterschätzt

Die 4 Steuerbegriffe, die 90 % falsch verstehen.

Jeder redet über Steuervorteile bei Kapitalanlage-Immobilien — die wenigsten kennen den Unterschied wirklich. Mit Mini-Rechenbeispiel je Begriff.

Steuern · #1

AfA (Absetzung für Abnutzung)

Die steuerliche Abschreibung des Gebäudewerts (nicht des Grundstücks). Bestandsbauten: 2 % pro Jahr über 50 Jahre, vor 1925 errichtete Gebäude 2,5 %. Neubauten ab Fertigstellung 2023: 3 % pro Jahr. Denkmalschutz-Objekte: bis zu 9 % in den ersten 8 Jahren, danach 7 % (§7i/7h EStG).

Beispiel: Beispiel: Gebäudewert 200.000 € bei Bestandsimmobilie → 4.000 €/Jahr mindern dein zu versteuerndes Einkommen aus Vermietung, ganz ohne dass Geld fließt.
Ausführlich erklärt →
Steuern · #2

Spekulationssteuer

Verkaufst du eine vermietete Immobilie innerhalb von 10 Jahren nach dem Kauf, ist der Gewinn einkommensteuerpflichtig (§23 EStG). Nach Ablauf der 10-Jahres-Frist ist der Verkaufsgewinn vollständig steuerfrei.

Beispiel: Beispiel: Kaufpreis 250.000 €, Verkauf nach 11 Jahren für 340.000 € → 90.000 € Wertzuwachs komplett steuerfrei, weil die Frist abgelaufen ist.
Ausführlich erklärt →
Steuern · #3

Abschreibung (allgemein)

Oberbegriff für die steuerliche Verteilung von Anschaffungskosten über die Nutzungsdauer. Bei Immobilien ist die AfA die zentrale Form, daneben gibt es Sonderabschreibungen (Denkmalschutz, energetische Sanierung) und die Sofortabschreibung kleinerer Erhaltungsaufwendungen.

Beispiel: Beispiel: Eine neue Heizung für 8.000 € kann je nach Einordnung sofort oder über mehrere Jahre abgeschrieben werden — die Wahl beeinflusst, wann die Steuerersparnis ankommt.
Steuern · #4

Sonderausgaben & Werbungskosten

Werbungskosten mindern die Einkünfte aus Vermietung direkt: Zinsen, Verwaltungskosten, Reisekosten zum Objekt, Maklerprovision bei Neuvermietung. Sonderausgaben (privat, z. B. Vorsorgeaufwendungen) sind davon strikt zu trennen — sie mindern nur das Gesamteinkommen, nicht die Vermietungseinkünfte direkt.

Beispiel: Beispiel: Fahrt zur Wohnungsübergabe, Kontoführungsgebühren des Mietkontos, Maklerprovision bei Mieterwechsel — alles sofort abzugsfähige Werbungskosten.

Wer den Cashflow nicht versteht, versteht seine eigene Kapitalanlage nicht.

— Julian Bertlein, Geschäftsführer WBD Immo

Finanzierungs-Begriffe im Zeitstrahl

Wann welcher Begriff relevant wird.

Zinsbindung, Sondertilgung, Forward-Darlehen, Anschlussfinanzierung — vier Begriffe, die zeitlich aufeinander aufbauen.

Sofort

Zinsbindung

Legt fest, wie lange dein Sollzins fixiert ist — üblich 10, 15 oder 20 Jahre ab Vertragsschluss.

Laufend

Sondertilgung

Zusätzliche Tilgung neben der Annuität, meist bis 5 % der Darlehenssumme pro Jahr kostenfrei möglich.

Ab Jahr 8-10

Forward-Darlehen

Sichert heute schon den Zinssatz für die Anschlussfinanzierung, die erst in 1 bis 3 Jahren beginnt.

Nach Zinsbindung

Anschlussfinanzierung

Die neue Finanzierung der Restschuld nach Ablauf der ersten Zinsbindung — zu den dann aktuellen Konditionen.

Warum WBD Begriffe erklärt, statt sie zu verstecken

Fachwissen, das aus echter Praxis kommt.

0+

Erstgespräche geführt — Fachbegriffe erklären wir jeden Tag neu, verständlich und ohne Fachchinesisch.

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Jahre Erfahrung seit 1984 — die Begriffe auf dieser Seite sind kein Lehrbuchwissen, sondern gelebte Praxis.

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begleitete Transaktionen. Jeder Begriff hier wurde in echten Käufen tausendfach angewendet.

Rendite-Begriffe im Vergleich

Bruttorendite, Nettorendite, Eigenkapitalrendite, Cashflow-Rendite — was sagt was?

Vier Kennzahlen, vier verschiedene Fragen. Wer nur auf die Bruttorendite schaut, übersieht oft den entscheidenden Wert für die eigene Entscheidung.

Bruttorendite

Jahresnettokaltmiete ÷ Kaufpreis

Sagt aus

Grober erster Vergleichswert zwischen Objekten — schnell berechnet, überall zu finden.

Schwäche

Ignoriert Kosten, Finanzierung und Steuern komplett — sagt nichts über den tatsächlichen Ertrag.

Wann nutzen

Erste Objekt-Vorauswahl, Schnellvergleich mehrerer Angebote.

Nettomietrendite

(Jahresmiete − Bewirtschaftungskosten) ÷ Kaufpreis inkl. Nebenkosten

Sagt aus

Realistischer als die Bruttorendite, weil laufende Kosten und Kaufnebenkosten mit einfließen.

Schwäche

Berücksichtigt weder Finanzierungshebel noch Steuereffekt — zeigt nur die Objektqualität, nicht deinen Ertrag.

Wann nutzen

Objektvergleich auf realistischerer Basis, vor der Finanzierungsplanung.

Eigenkapitalrendite

Jährlicher Ertrag nach Finanzierung ÷ eingesetztes Eigenkapital

Sagt aus

Was dein eigenes Geld wirklich erwirtschaftet — inklusive Hebelwirkung durch Fremdkapital.

Schwäche

Schwankt stark mit der Finanzierungsstruktur — bei 100 %-Finanzierung rechnerisch sehr hoch, aber ohne Kontext irreführend.

Wann nutzen

Die wichtigste Kennzahl, sobald die Finanzierung feststeht — zeigt den echten Vermögenseffekt.

Cashflow-Rendite

Monatlicher Überschuss nach allen Kosten ÷ eingesetztes Kapital

Sagt aus

Die ehrlichste Zahl: Was bleibt dir tatsächlich in der Tasche, nach Zins, Tilgung, Hausgeld und Steuer.

Schwäche

Kurzfristig oft negativ, obwohl die Immobilie langfristig durch Tilgung und Wertzuwachs Vermögen aufbaut.

Wann nutzen

Liquiditätsplanung — prüft, ob du dir die Immobilie Monat für Monat leisten kannst.

Häufig verwechselt

Klingt ähnlich, meint aber etwas anderes.

AfA vs. Abschreibung — ist das dasselbe?

Fast. Abschreibung ist der Oberbegriff für die steuerliche Verteilung von Kosten über die Nutzungsdauer. AfA (Absetzung für Abnutzung) ist die spezifische Form davon bei Immobilien und Anlagegütern. In der Praxis werden beide Begriffe bei Immobilien synonym verwendet.

Bruttorendite vs. Nettorendite — was ist der Unterschied?

Die Bruttorendite rechnet nur Jahresmiete zu Kaufpreis, ohne jegliche Kosten. Die Nettomietrendite zieht Bewirtschaftungskosten ab und bezieht die Kaufnebenkosten mit ein — realistischer, aber immer noch ohne Finanzierungshebel und Steuereffekt.

Tilgung vs. Sondertilgung — worin liegt der Unterschied?

Die Tilgung ist der planmäßige Teil deiner monatlichen Annuität, der die Restschuld reduziert. Die Sondertilgung ist eine zusätzliche, außerplanmäßige Rückzahlung obendrauf — meist optional und in vielen Verträgen bis 5 % pro Jahr kostenfrei.

Zinsbindung vs. Sollzinsbindung — ist das nicht dasselbe?

Ja, das sind zwei Begriffe für dieselbe Sache: der Zeitraum, in dem dein Zinssatz vertraglich fixiert ist. „Sollzinsbindung" ist der offiziellere Begriff aus dem Kreditvertrag, „Zinsbindung" die umgangssprachliche Kurzform.

Vollständiges Register

Alle Begriffe von A bis Z.

Die 8 Kernbegriffe mit eigener ausführlicher Seite, plus 15 weitere Begriffe direkt erklärt.

Ausführlich

AfA / Abschreibung

Absetzung für Abnutzung — wie du Immobilien-Kosten steuerlich geltend machst.

Ausführlich

Eigenkapitalrendite

Die wichtigste Kennzahl: Was bringt dein eingesetztes Geld wirklich?

Ausführlich

Zinsbindung

Wie lang ist dein Zinssatz garantiert? 5, 10, 15 oder 20 Jahre — was lohnt sich?

Ausführlich

Cashflow

Was bleibt monatlich übrig — vor und nach Steuern. Die ehrliche Rechnung.

Ausführlich

Spekulationssteuer

Steuer beim Immobilienverkauf vor 10 Jahren. Wann sie anfällt, wann nicht.

Ausführlich

Mietausfallversicherung

Schutz vor zahlungsunfähigen Mietern — wann sich die 3-5 % lohnen.

Ausführlich

Sondertilgung

Zusätzliche Tilgung neben der Annuität — wann nutzen, wann nicht.

Ausführlich

Forward-Darlehen

Zinssatz heute sichern für Anschlussfinanzierung in 1-3 Jahren.

Annuität

Die konstante monatliche Gesamtrate aus Zins- und Tilgungsanteil eines Annuitätendarlehens. Der Zinsanteil sinkt über die Laufzeit, der Tilgungsanteil wächst entsprechend.

Bruttorendite

Jahresnettokaltmiete geteilt durch Kaufpreis, ohne Berücksichtigung von Kosten, Finanzierung oder Steuern. Nur ein grober Schnellvergleich zwischen Objekten.

Nettomietrendite

Jahresmiete abzüglich Bewirtschaftungskosten, geteilt durch Kaufpreis inklusive Kaufnebenkosten. Realistischer als die Bruttorendite.

Grunderwerbsteuer

Einmalige Steuer beim Immobilienkauf, je nach Bundesland 3,5 bis 6,5 % des Kaufpreises. In Baden-Württemberg aktuell 5 %.

Instandhaltungsrücklage

Gemeinschaftliche Rücklage der Eigentümergemeinschaft für größere Reparaturen am Gemeinschaftseigentum, z. B. Dach oder Fassade.

Maklerprovision

Vergütung für die Vermittlung von Kauf oder Vermietung. Beim Kauf meist hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt, bei Neuvermietung zahlt in der Regel der Vermieter (Bestellerprinzip).

Nießbrauch

Recht, eine Immobilie zu nutzen oder deren Erträge zu ziehen, ohne Eigentümer zu sein. Häufig bei vorweggenommener Erbfolge eingesetzt.

Objektgesellschaft

Eigene Rechtsform (meist GmbH & Co. KG), die eine oder mehrere Immobilien hält — trennt das Immobilienvermögen rechtlich vom Privat- oder Betriebsvermögen.

Rendite-Kennzahl (allgemein)

Sammelbegriff für alle Kennzahlen, die den Ertrag einer Immobilie ins Verhältnis zu einer Bezugsgröße setzen — z. B. Kaufpreis oder Eigenkapital. Siehe Vergleichstabelle oben.

Restschuld

Der zu einem bestimmten Zeitpunkt noch offene Darlehensbetrag, nach Abzug aller bisherigen Tilgungsleistungen.

Tilgungsplan

Übersicht, die für jeden Monat oder jedes Jahr zeigt, wie sich Zins- und Tilgungsanteil sowie die Restschuld über die Kreditlaufzeit entwickeln.

Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG)

Die Gemeinschaft aller Eigentümer einer Wohnanlage. Verwaltet gemeinsam das Gemeinschaftseigentum, beschließt Instandhaltungen und das Hausgeld.

Effektivzins

Der tatsächliche Jahreszins eines Darlehens inklusive aller Nebenkosten (z. B. Bearbeitungsgebühren) — besser vergleichbar als der reine Nominalzins.

Nominalzins

Der im Kreditvertrag genannte Grundzinssatz, ohne Nebenkosten. Zum Vergleich verschiedener Angebote ist der Effektivzins aussagekräftiger.

Beleihungswert

Der von der Bank vorsichtig angesetzte Wert einer Immobilie, der als Grundlage für die maximale Kredithöhe dient — meist etwas niedriger als der Marktwert.

So wirken 3 Begriffe zusammen

AfA + Zinsbindung + Cashflow an einer Beispielwohnung in Durlach.

Kaufpreis 285.000 €, Kaltmiete 980 €/Monat. Ein generisches Rechenbeispiel, keine konkrete WBD-Immobilie — zeigt, wie die drei Begriffe ineinandergreifen.

01

Die Ausgangslage

Bruttorendite: 980 € × 12 ÷ 285.000 € ≈ 4,1 %. Bei angenommenen 210.000 € Gebäudewert (Grundstücksanteil separat) und 2 % AfA ergeben sich 4.200 € jährliche Abschreibung.

02

Die Zinsbindung greift

Bei 15 Jahren Zinsbindung und einem angenommenen Zins von rund 4 % bleibt die monatliche Zinslast über die halbe Tilgungslaufzeit planbar — keine Überraschung bei Zinsänderungen.

03

Der Cashflow entsteht

Miete minus Zins, Tilgung und Hausgeld ergibt vor Steuer oft einen leicht negativen Betrag. Die AfA mindert aber gleichzeitig die Steuerlast — nach Steuereffekt kann daraus ein annähernd ausgeglichener oder leicht positiver Cashflow werden.

Vereinfachtes Rechenbeispiel mit typischen Annahmen. Deine konkreten Zahlen hängen von Objekt, Finanzierung und persönlichem Steuersatz ab — das rechnen wir im Erstgespräch gemeinsam durch.

Häufige Fragen zum Glossar

Kurz beantwortet.

Was ist der Unterschied zwischen Bruttorendite und Eigenkapitalrendite?

Die Bruttorendite setzt die Jahresmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis (ohne Kosten, ohne Finanzierung). Die Eigenkapitalrendite bezieht dein tatsächlich eingesetztes Geld (Eigenkapital + Nebenkosten) und den Hebel durch Fremdkapital ein — sie zeigt, was dein eigenes Geld wirklich erwirtschaftet, und liegt bei guter Finanzierung oft deutlich über der Bruttorendite.

Was bedeutet AfA bei einer Kapitalanlage-Immobilie?

AfA (Absetzung für Abnutzung) ist die steuerliche Abschreibung des Gebäudewerts. Bei Bestandsimmobilien (Baujahr vor 1925) gilt regulär 2,5 %, sonst 2 % pro Jahr über 40-50 Jahre; bei Neubauten mit Fertigstellung ab 2023 können es 3 % p. a. sein, bei Denkmalschutz-Objekten bis zu 9 % in den ersten 8 Jahren. Die AfA mindert dein zu versteuerndes Einkommen aus Vermietung.

Wann fällt die Spekulationssteuer beim Immobilienverkauf an?

Wenn du eine vermietete Immobilie innerhalb von 10 Jahren nach dem Kauf wieder verkaufst, ist der Gewinn steuerpflichtig (Spekulationssteuer, §23 EStG). Nach Ablauf der 10-Jahres-Frist ist der Verkaufsgewinn steuerfrei — das ist einer der Gründe, warum Kapitalanlage-Immobilien als langfristige Anlage konzipiert werden.

Was ist eine Sondertilgung und lohnt sie sich?

Eine Sondertilgung ist eine zusätzliche, außerplanmäßige Rückzahlung des Darlehens neben der normalen Annuität, meist bis 5 % der Darlehenssumme pro Jahr kostenfrei möglich. Bei Kapitalanlage-Immobilien ist sie nicht immer sinnvoll: Wer stattdessen die Steuervorteile maximal ausschöpfen und Liquidität für weitere Investments halten will, tilgt oft bewusst langsamer.

Was bedeutet Zinsbindung und wie lange sollte sie sein?

Die Zinsbindung legt fest, wie lange dein Sollzins fixiert ist — üblich sind 10, 15 oder 20 Jahre. Bei aktuell moderaten Zinsniveaus sichern sich viele Kapitalanleger 15 Jahre, um Planungssicherheit über die halbe Tilgungslaufzeit zu haben.

Was ist der Cashflow bei einer vermieteten Immobilie?

Der Cashflow ist das, was nach Abzug aller laufenden Kosten (Zins, Tilgung, Hausgeld, Instandhaltungsrücklage) und vor bzw. nach Steuereffekt monatlich übrig bleibt. Ein positiver Cashflow bedeutet, die Immobilie trägt sich selbst oder wirft sogar Überschuss ab — negativer Cashflow heißt, du legst monatlich drauf (was bei guter Steuerwirkung trotzdem sinnvoll sein kann).

Brauche ich eine Mietausfallversicherung für meine Kapitalanlage?

Eine Mietausfallversicherung kostet meist 3-5 % der Jahresmiete und greift, wenn Mieter zahlungsunfähig werden oder eine Räumung nötig ist. Bei solider Mieterauswahl und guter Lage (z. B. Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg mit stabiler Nachfrage) ist sie oft verzichtbar — bei Erstinvestoren mit wenig Liquiditätspuffer kann sie sinnvoll sein.

Was ist ein Forward-Darlehen?

Ein Forward-Darlehen sichert dir heute schon den Zinssatz für eine Anschlussfinanzierung, die erst in 1 bis 3 (teils bis 5) Jahren beginnt. Dafür zahlst du meist einen kleinen Zinsaufschlag pro Monat Vorlaufzeit — sinnvoll, wenn du bei aktuell attraktiven Zinsen Planungssicherheit für eine auslaufende Zinsbindung willst.

Was ist der Unterschied zwischen Tilgung und Annuität?

Die Annuität ist die konstante monatliche Gesamtrate aus Zins- und Tilgungsanteil. Die Tilgung ist nur der Anteil davon, der die Restschuld reduziert — anfangs klein, wächst aber über die Laufzeit, während der Zinsanteil sinkt (klassischer Annuitätendarlehen-Verlauf).

Wo finde ich alle Begriffe im Detail erklärt?

Jeder Kernbegriff hat eine eigene ausführliche Seite mit Rechenbeispielen (AfA, Eigenkapitalrendite, Zinsbindung, Cashflow, Spekulationssteuer) — verlinkt direkt aus dem A-Z-Register auf dieser Seite. Bei Fragen zu deiner konkreten Situation hilft ein kostenfreies Erstgespräch weiter.

Begriffe verstanden — aber unsicher, was für dich passt?

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